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öffentlichen Konzerte:

Freu´ dich
Erd´ und Sternenzelt
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Sonntag 23.12.2012
17:00 Uhr
Eintritt: Frei(-willig)
ev. Kirche
Mettmann-West
Donaustrasse

Samstag 29.12.2012
19:00 Uhr
Eintritt: Frei(-willig)
Pfarrsaal St.Konrad
Hilden

Rheinische Post - 1.NOV 2005

Brahms-Lieder in allen Variationen HORST KLITZING

METTMANN Einerseits war das Konzert mit Volksliedern von Johannes Brahms (1833 - 1897) eine interessante Ergänzung zum VHS-Kurs "Lieben Sie Brahms? Porträt eines deutschen Komponisten", den Karl-Heinz Kensche leitet. Und so waren denn die Teilnehmer auch zum Liederabend in die Musikschule Mettmann gekommen. Auf der anderen Seite fühlten sich weitere Zuhörer aus Mettmann nicht angesprochen, was bei dieser ansprechenden Musik, in hoher Qualität dargeboten, eigentlich schade war.

Mit Juliane Löffler (Alt) und Reinhard Dix (Bass) war es Karl-Heinz Kensche, der den anspruchsvollen Klavierpart übernommen hatte, gelungen, zwei Sänger mit stimmlichem Großformat zu gewinnen. Die Altistin verfügte über eine voll entwickelte, prägnante Stimme, die auch in den tiefen Lagen nichts von ihrer Kraft verlor. Im Klangvolumen und der präzisen Artikulation war ihr der Bass von Reinhard Dix ebenbürtig. Seine Stimme wirkte sonor und im Forte metallisch - leuchtend. Da es sich bei vielen der 24 gesungenen Volkslieder um klagende oder neckische Dialoge von Liebenden handelte, waren die beiden in ihrem Element und spielten ihren Vortrag zu kleinen Szene aus, wobei ihnen ihre Arbeit im Classicats Theater Düsseldorf zustatten kam.

Die Volkslied-Bearbeitungen von Brahms fallen in seine letzte Schaffensperiode. Sieben Hefte erschienen 1894, noch einmal 28 Volkslieder aus dem Nachlass, veröffentlicht 1926. Brahms ließ die Melodien der Volkslieder fast original in ihrer naiven Schlichtheit und klaren Aussage stehen, umgab sie aber mit romantischem Rankenwerk. Dadurch entstanden kleine Melodramen, die die drei Künstler mit sichtlichem Vergnügen musizierten. Aber auch ernste Töne über Abschied, Trennung und Tod waren herauszuhören. Hier besonders eindrücklich der Schluss des Programms mit "Es steht ein Lind in jenem Tal" mit der unendlichen Klage über das verlorenen Lieb' und "In stiller Nacht" mit hochromantischer Interpretation.

Anstelle einer Pause spielte Karl-Heinz Kensche die Ballade für Klavier op. 10 "Edward" von Brahms nach einem schottischen Gedicht, in dem es um Blut und Mord geht. Löffler und Kensche rezitierten den Text, der sich in Herders "Stimmen der Völker" findet. Dieses Jugendwerk von Brahms steigert sich bis zum Bekenntnis des Vatermords und dem Fluch des Mörders ins Fortissimo, was Kensche grandios und plastisch zu spielen wusste.

Rheinische Post Mettmann - Dez 2005

Classicats mit Zugaben

mettmann (cord) Ein mit "Ich steh' an deiner Krippen hier" betiteltes Konzertprogramm verspricht eigentlich eine Aneinanderreihung älterer Weihnachtslieder. Umso überraschender war, was das "Classicats Musiktheater" aus Düsseldorf im Evangelischen Gemeindehaus Donaustraße präsentierte: Die Sänger brachten ein abwechslungsreiches und originelles Programm mit, das musikalisch nahezu jede Stilrichtung zu bieten hatte. Das Ensemble vermochte dabei fast jedes Lied in einer anderen Besetzung vorzutragen, mal chorisch, teils im Duett oder solistisch.

Glühwein und Kerzenschein brachte die weihnachtliche Atmosphäre in den Zuhörerraum, die auch von den Sängern ausging, als sie mit dem traditionellen "Quempas" von Praetorius in ihr Programm einstiegen. Über eine Vielzahl älterer weihnachtlicher Vertonungen bewegten sich die Sänger in Richtung der modernen Musik. Das Spektrum reichte dabei von der russischen Volksweise zu stimmungsvollen Liedern aus Südamerika. Ganz besonders hervor stachen die solistischen Darbietungen von Juliane Löffler und Reinhard Dix, dem musikalischen Leiter des Ensembles. Beide haben ein eindrucksvolles Timbre und konnten ihren Gesang auch gestisch und mimisch übermitteln. Die Begleitung am Klavier erfolgte durch Christina Jungermann, die souverän und ausdrucksstark spielte.

Ganz wesentlich trug Ensemblemitglied Ralph Maisel mit weihnachtlichen Geschichten zum Abend bei. Seine Vortragskünste brachten den Zuhörern Gedanken übers Schenken und beschenkt werden näher. Auch über die Frage, wie man seine Kinder von der Echtheit des Weihnachtsmanns überzeugen kann, sinnierte Maisel amüsant. Ob "Christmas Samba", "Boogie Woogie Santa Claus" oder "Kommet, ihr Hirten" - die Classicats setzten ihre Darbietungen stets anders und originell, aber immer mit Professionalität um. Die eher besinnlichen Stücke des ersten Teils peppten sie mit Solo-Einlagen auf, Juliane Löffler griff gelegentlich zur Querflöte. Im zweiten Teil ging es lockerer und theatralischer zu, irgendwann tauchte sogar der Weihnachtsmann auf. Zugaben!!

Rheinische Post Düsseldorf-Meerbusch - Dez 2005

Dolby surround in der evangelischen Kirche

(julk) Ein großer Adventskranz mit drei erleuchteten Kerzen tauchte die Evangelische Kirche in Osterath in schummriges Licht. Neben der Holzkrippe hatten sich - passend zu ihrem Motto - die Classicats aufgebaut, ein Gesangs-Ensemble, dass am Sonntagabend ein reiches Programm an besinnlichen und stimmungsvollen Weihnachtsliedern vorführte. Die sechs Sänger und Sängerinnen plus Pianistin erfreuten die rund siebzig Zuhörer am Sonntagabend mit klassischen Weihnachtsliedern wie „Ich steh an deiner Krippen hier“, „Joseph, lieber Joseph mein“ und „Kommet, ihr Hirten“.

Gerade die Beträge aus internationalem Kulturgut wurden mit viel Beifall bedacht. So trugen die Classicats das lustige venezolanische Lied „Corramos la musica sucana“ vor, das wie eine gelungene Zwerchfell-Übung klang. Anmutig hingegen die Klänge zur russischen Weise namens „Bajuschki Baju“ und angenehm ruhig das spanische Lied „Canción de cuna“, gesungen von Heike Blazek. Die Classicats zeigten sich auch facettenreich in der Darbietung ihrer Stücke. Mal sangen sie gemeinsam, mal Soli mit Querflöte und Pianobegleitung durch Christina Jungermann oder positionierten sich in der ganzen Kirche und schafften damit bei dem Lied „Den die Hirten lobeten sehre“ ein „Dolby-Surround-Hörerleb-nis“.

Überhaupt überzeugten die Sänger um den Gründer des Musik-Theaters und Bassist Reinhard Dix mit schönen, geschulten Stimmen. Die vier Herren und drei Damen sind alle erfahrene Chorsänger und haben professionelle, künstlerische Ausbildungen genossen. Zwischen den Liedern räsonierte Ralph Maisel über die Existenz des Nikolauses oder den Sinn des Schenkens. Neben den nachdenklichen Momenten erfreute die Gäste aber besonders das Potpourri von fröhlichen, englischen Weihnachtsliedern wie „Christmas Samba“, das schwungvoll gesungene „Boogie Woogie Santa Claus“ oder „Squeezin down the Chimney“, bei dem Hans Werner Römer als Nikolaus verkleidet Geschenkchen verteilte.

Westdetsche Zeitung - 14.Dez. 2004

Besinnlichkeit mit Vollgas-Einlagen

Die "Classicats" traten im Lokschuppen auf

Von Hyacinta Hovestadt

Hochdahl. Für Sonntagabend hatte "der Lokschuppen" zu einem "etwas anderen" Weihnachtsprogramm, einem Musiktheater mit den "Classicats", eingeladen. Etwa 120 Stühle standen hell und einladend aufgereiht vor der schlichten, rot und gold dekorierten "Wanderbühne" des Ensembles.

Einige Gäste waren vorsorglich früh erschienen, hatten sich Plätze in den ersten Reihen reserviert, um sich dann schnell noch einen Glühwein und ein Lachsschnittchen am Buffet im hinteren Teil des Lokschuppens zu gönnen. Doch an der Kasse blieb es ruhig, die Anfangszeit rückte näher, schließlich blieben zwei Drittel der Stühle leer.

Udo Kampschulte, Vorsitzender des Eisenbahn- und Heimatmuseums im Lokschuppen trug es mit Fassung. Alle rückten in die ersten Reihen, nah zur heimelig beleuchteten Bühne. Und während die Sänger ruhig und eindringlich mit "Let there be peace on earth - and let it begin with me" begannen, entstand durch die leichte Verlorenheit mit den riesigen, dunklen Fenstern, von denen es trotz Heizung empfindlich zog, eine ganz besondere, winterlich-intime Atmosphäre.

Während hin und wieder die hellen Fensterbänder einer S-Bahn ganz nah vorüber glitten, wechselten drinnen die in unterschiedlich Besetzung oder als Solo vorgetragenen Lieder mit Weihnachtsgeschichten ab.

Der Vorleser, Ralph Maisel, ist ein guter Erzähler. Das stellte er besonders bei der Geschichte vom sechsjährigen Jesper unter Beweis. Der steht am Heiligen Abend ernüchtert in der Kassenschlange voll drängelnder und unfreundlicher Frauen mit quengelnden Kindern. Dann hört er die Weihnachtsmusik aus den Lautsprechern. Ganz leise singt er mit, steckt andere an, und angesichts der nun freundlicheren Gesichter ist auch er mit Weihnachten wieder ausgesöhnt.

Besinnliche Melodien wechselten mit fetzigen Rhythmen, Wechselgesänge mit Soli, Swing mit Bach, Gospel mit Volkslied. Die Sänger und Sängerinnen von Classicats sind in der Mehrzahl in anderen Berufen tätig und verfügen über unterschiedliches Stimmpotenzial. Schön die Altstimme von Juliane Löffler, die zudem Querflöte spielte. Ein Highlight war das vom künstlerischen Leiter der Gruppe, Reinhard Dix, solo gesungene "Drei Könige" (Peter Cornelius). Die klare und kraftvolle Bassstimme füllte den Raum, es kam so etwas wie andächtige Stimmung auf. Der letzte Teil bot Lieder zum Mitsingen. Von den "Classicats" mehrstimmig im Kanon begleitet, machten alle begeistert mit.

Rheinische Post - 16. Dez. 2003

ClassicatsTheater sang im Bürgerhaus Benrath Lieder aus aller Welt

Es wehte der Geist der Weihnacht

Von ILKA BOSCH

BENRATH. Oh happy night das etwas andere Weihnachtsprogramm zum Mitsingen und Swingen, präsentieren die Classicats auf ihrer musikalischen Rundreise. Am Freitag versetzten sie im Benrather Bürgerhaus das Publikum in Weihnachtsstimmung.

Das Schönste kam dramaturgisch geschickt kalkuliert am Schluss. Dann forderten die Classicats ihre Besucher auf, mit diesen gemeinsam in die Weihnachtslieder einzustimmen. Durch das einstündige Programm schon in der richtigen Stimmung, brauchten diese nicht lange gebeten zu werden. Spätestens bei "0 du Fröhliche" sangen alle mit.

Das zehnköpfige Ensemble mit Sängern und Musikern aus Düsseldorf und Umgebung (unter der Leitung von Reinhard Dix) breitete vor dem Publikum sein vielseitiges Repertoire aus. Die Songs stammten aus den unterschiedlichsten Ländern, Epochen und Sprachen. Ob als Santa Claus oder „Petit Papa Noel“ das Jubellied auf Väterchen Frost klang in allen Sprachen stimmgewaltig schön. Aktuelle Arrangements wurden à capella oder mit einfühlsamer Begleitung vorgetragen. Mal als temperamentvoller Chor, mal mit einfühlsam vorgetragenen SoloEinlagen, immer zogen die ausgebildeten Stimmen das Publikum in ihren Bann.

In dem Familienprogramm durften auch fröhliche und besinnliche Weibnachtsgeschichten nicht fehlen. Teilweise mit musikalischer Unterhaltung oder im lockeren Erzählstil vorgetragen, entführten sie das Publikum in eine weihnachtliche Winterwelt. Kurz, hier wehte der Geist der Weihnacht.

Liederabend in der Versöhnungskirche: Schuberts "Winterreise" mit Bilderzyklus von Siegfried Rischar

Stimmugshafte Korrespondenzen zu Schubert

Von TOBIAS KUHLMANN

Eine Reise durch die Seelenschaft eines unglücklich Liebenden. Trostloser Winter im Herzen, der Schatz ist hinweg. Davon handelt Schuberts Winterreise aus dem Jahr 1827, die Reinhard Dix, Bariton. und KarlHeinz Kensche, Klavier. am Sonntagabend in der Versöhnungskirche aufführten.

In eher stimmungshafter, weniger konkret gegenständlicher Korrespondenz steht der gleichnamige Bilderzyklus von Siegfried Rischar, der die Klänge illustrierte. Oder untermalte die Musik die Gemälde? Dem Publikum blieb es selbst überlassen, Prioritäten zu setzen. Ob man nach thematischen Verbindungen suchte oder nach gemeinsamen Stimmungselementen, für eigene Assoziationen war natürlich auch Platz.

Moll, langsames Tempo und getragener Gesang. In "Gute Nacht", dem ersten Lied des Zyklus, zeigt sich die Stimmung des Reisenden beim Aufbruch in seine geistige, imaginäre Winterlandschaft. Kalte Farben auf der Leinwand. Viele Grautöne, trübes Blau und verneinendes Schwarz wirft der Diaprojektor auf die weiße Fläche. Weiche Querlinien schneebedeckter Hügel, spärlich durchbrochen von wirren Ästen, erst mit dem zweiten Blick erspäht man Augen, die in unbewegter Klarheit durch die Hindernisse blicken.

Stürmisch aufwühlend schließt sich das nächste Lied an. Große Unruhe beim Klavier und ein abrupter Schluß. Textlich wiederholen sich Temperaturkontraste und das Motiv des Wassers. Musikalisch finden sich die häufigen Wechsel zwischen Traum und Realität in den Tongeschlechtern Dur und Moll wieder. Die entsprechenden Bilder hingegen ermöglichen selten einen Ausbruch aus der kalten Wirklichkeit. Viel mehr als einen die Kälte durchschneidenden hellen Streifen gönnt Rischar dem imaginären Wanderer nicht.

Abgehackte Akkorde im Klavier und bewegter Gesang in "Auf dem Flusse". Das mal starre mal anschwellende Wasser als Metapher für den Schmerz des Herzens und wieder ein gerader Blick aus einem verborgenen Gesicht, im Flußlauf ungelenk verschränkte Hände.

Brennenden Schmerz, heiße Todessehnsucht und strahlende musikalische Trugbilder brachten Dix und Kensche eindringlich dar. Durch jahrelange Zusammenarbeit vortrefflich eingespielt waren oft noch nicht einmal Blicke zur Abstimmung nötig.

Begeisterter Beifall in der gutbesuchten Kirche.

Rheinische Post

Schillers Glocke

von Andreas Romberg

(...) Rombergs Kantate verteilt den Text auf Solisten und Chor, wobei dem Glockengießer-Meister die Hauptrolle zukommt. Er treibt die Gesellen an, philosophiert, kommentiert und bringt das Geschehen voran. Ein romantisch besetztes Orchester gibt dem sängerischen Aufbau die passende Grundlage. (...) Es lag aber auch an den Solisten, die nicht in überzogene Dramatik verfielen. Mit Reinhard Dix hatte der "Meister" nicht nur von der Statur, sondern auch von der Stimme her einen Darsteller, der mit sonorem Organ und dennoch mit Wärme in Höhen und Tiefen eine makellose Leistung brachte.

Gleich gut waren auch die kleineren Solo-Partien besetzt. Astrid Daun (Sopran), Juliane Löffler (Alt) und Leszek Woziwoda (Tenor) überzeugten mit klar timbrierten und gut geführten Stimmen mit feinem Ausdruck. (...)

(...) Ausführende waren Juliane Löffler (Alt), Elisabeth Wand (Cello), Dorothee Oberlinger (Flöte) und Dieter Böttcher (Cembalo). Sie boten eine musikalische Inszenierung – oder soll man besser sagen: eine Beschwörung der alten Zeit. Grosses virtuoses Können paarte sich hier mit spielerischer Begeisterung, ja, sie empfanden sichtbar und hörbar selbst größten Spaß, der sich auf der Stelle übertrug. Die erfreulich zahlreichen erschienen Zuhörer hatten ein feines Gespür dafür, was sich da vor Ihren Augen und Ohren zutrug und belohnten es nach jedem Stück mit prasselndem Beifall.